Donnerstag, 23. Januar 2014

Die Minions sind los!

Endlich bin ich wieder dazu gekommen, eine, oder besser drei, Motivtorten zu machen. Ihr kennt die Minions aus dem Film "Ich - einfach unverbesserlich"?




Die kleinen gelben Kerle eignen sich einfach hervorragend für Motivtorten - im Netz findet man zahlreiche tolle Kreationen! Eine Anregung für meine Torten fand ich bei Süßes sonst wird's herzhaft.

Ein Geburtstag, bei dem wir den Film verschenkt haben, hat den Anlass für die Motivtorte gegeben. Aus zwei gebackenen Kuchen konnte ich drei Minions machen.


Den Fondant habe ich dieses Mal nicht selbst gemacht. Ich habe Callebaut White Icing bestellt und war sehr zufrieden. Er ließ sich ganz wunderbar färben und verarbeiten und die Inhaltsstoffe unterscheiden sich kaum vom selbstgemachten Fondant.


Im Inneren der Minions befindet sich das Wunderrezept (einmal hell, mit Sprudel, und einmal dunkel mit Schokomilch und Kakaopulver). Hier ist nochmal das Grundrezept für euch:

Wunderrezept

Was du brauchst:

4 Eier
200g Zucker
200ml Flüssigkeit (Kakao, Joghurt, Sprudel, Kaffee, ...)
200ml Öl
300g Mehl
1 Päckchen Backpulver

Wie es geht:

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Langsam das Öl und die Flüssigkeit zugießen und unterrühren. Mehl und Backpulver sieben und langsam unterheben oder -rühren. Falls ohne Isoliermethode: bei 180°C etwa 40-45 Minuten backen.

Edit: Da ich nach der Isoliermethode (siehe Bild und Unterschrift unter dem Bild) gebacken habe, habe ich bei 160°C Ober-/Unterhitze gebacken und dafür 30 Minuten länger!)


Ich habe dieses Mal nach der Isoliermethode von Tortentante gebacken und ich sage euch: genial! Das werde ich jetzt nur noch so machen. Der Kuchen ist so gleichmäßig hochgegangen, es war der Wahnsinn! Kein Hubbel in der Mitte, der gestört hätte ...

Nachdem die beiden Kuchen abgekühlt waren, habe ich mit runden Ausstechern drei Kreise aus jedem Kuchen ausgestochen und jeweils einen dunklen und einen hellen Kreis mit Ganache aufeinandergestapelt. Hier nochmal das Rezept für die Ganache, die ich verwendet habe:

Ganache

Was du brauchst:

400g Zartbitterschokolade
400ml Sahne


Wie es geht:

Die Schokolade hacken. Die Sahne aufkochen und über die Schokolade gießen. Nach ein paar Minuten, wenn die Schokolade geschmolzen ist, umrühren und alles homogenisieren. Einige Stunden abkühlen lassen.


Das, was von beiden Kuchen nach dem Ausstechen übrig war, habe ich zerkrümelt und mit Ganache zu einer formbaren Masse vermischt. Mit dieser Masse habe ich die Rundung für den Kopf der Minions geformt und auf die beiden runden Kuchenteile aufgesetzt.


Anschließend alles mit Ganache einstreichen (möglichst gleichmäßig, Fondant verzeiht keine Dellen!) und mit Fondant eindecken.


Die Deko habe ich dann immer direkt für den jeweiligen Minion gemacht, ich habe also nichts vorher vorbereitet. Die Größe konnte man vorher sowieso nicht einschätzen, deshalb war es so besser.


Für die Hose habe ich mir eine Vorlage aus Papier geschnitten, der Rest entstand einfach so.


Den Mund kann man mit einem Messer einschneiden. Bei dem Minion mit dem offenen Mund habe ich einfach die Konturen geschnitten und dann den Fondant abgehoben. Untendrunter war dann die Ganache zu sehen - sah nicht schlecht aus, finde ich.

Ich hoffe, meine Minions gefallen euch. Falls ihr noch Fragen habt, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion!

Maria



Sonntag, 12. Januar 2014

Tradition française - la galette des rois

Kulinarisch fühle ich mich ja sehr in Frankreich zu Hause und so kommt es, dass ich auch gerne ab und an zu einem Feiertag etwas traditionell Französisches mache. Die heiligen drei Könige boten sich sehr für eine Galette des rois an, die man traditionell an diesem Tag in Frankreich isst. Außerdem wollte ich meinen Schülern die französische Kultur in dieser Hinsicht etwas näher bringen und hatte somit auch gleich Abnehmer für den leckeren Kuchen.


Die Galette des rois wird jedoch nicht hauptsächlich wegen ihres Geschmacks gegessen, sondern wegen der Fève, einer kleinen Porzellanfigur, die irgendwo im Kuchen versteckt ist. Derjenige, der die Fève in seinem Stück findet, ist an dem Tag le roi, der König, und setzt eine goldene Krone auf. In französischen Boulangeries gibt es die Galette des rois immer gleich mit Krone. Ich habe mich dafür entschieden, selbst zu backen und habe auch die Krone selbst aus Goldpapier gebastelt.

Das Rezept habe ich von Aurélies Blog Französisch kochen, den ich sehr mag. Sie selbst schreibt, dass die meisten Franzosen die Frangipane, die Mandelfüllung, zu trocken finden und nur der Fève wegen mehrere Stücke essen. Ich fand die klassische Galette des rois aber nicht zu trocken. Auch den Schülern hat es gut geschmeckt. Bei Aurélie findet ihr trotzdem noch ein paar andere Varianten der Galette des rois.

Hier ist das klassische Rezept:

Galette des rois

Was du brauchst:

für den Teig:
2x frischer Blätterteig
1 Eigelb
1EL Milch
1 Fève aus Porzellan

für die Frangipane:
(Crème Pâtissière)
125ml Milch
1 Eigelb
2TL Vanillezucker
30g Zucker
1EL Speisestärke
(Mandelmasse)
150g gemahlene Mandeln
80g Zucker
2 Eier
50g weiche Butter


Wie es geht:

Für die Crème Pâtissière das Eigelb mit dem Zucker weiß schlagen. Die Speisestärke einrühren. Die Milch mit dem Vanillezucker aufkochen und die Eiermasse hineingeben. Rühren bis die Masse dickflüssig wird. Für die Mandelmasse die Butter mit dem Zucker verquirlen. Die Eier einzeln unterrühren. Schließlich die gemahlenen Mandeln unterrühren. Die Crème Pâtissière unter die Mandelmasse rühren - fertig ist die Frangipane-Füllung!


Aus einem Blätterteig einen Kreis ausstechen. Die Frangipane in die Mitte geben, am Rand ca. 2cm freilassen. Die Fève an einer Stelle in die Frangipane drücken. Das Eigelb mit der Milch verquirlen und den Rand damit bestreichen. Aus dem zweiten Blätterteig einen gleichgroßen Kreis ausstechen und auf den ersten Kreis legen. Am Rand mit einer Gabel strukturieren und festdrücken. Die Oberfläche mit der Ei-Milch-Mischung bepinseln. Für 10 Minuten bei 200°C und dann für 20 Minuten bei 150°C backen bis die Galette des rois schön gebräunt ist. 

Wir fanden die Galette des rois sehr lecker - dennoch würde ich nächstes Jahr eine neue Kreation von Aurélie ausprobieren; einfach, weil ich gespannt bin, wie es schmeckt.

Habt ihr schonmal eine Galette des rois gemacht?

Maria 
 
   




Montag, 6. Januar 2014

Out of season: ein Halloween-Produkttest

Wie ihr wisst, bin ich in den Monaten Oktober, November und Dezember nicht zum Bloggen gekommen und da hat sich einiges angesammelt, was ich posten möchte. Unter anderem diesen Produkttest, der natürlich überhaupt nicht in den Januar passt. Ich möchte aber nicht bis nächstes Halloween warten, das ist mir zu lang hin und das Produkt ist wirklich gut.


Im Sommer wurde ich von Chiara Fringuelli von Silikomart angeschrieben, ob ich nicht eine ihrer Formen testen wollte. Natürlich hatte ich Lust dazu und geschickt bekam ich eine Halloweenbackform, die ich auf Herz und Nieren testen durfte.




Die Motive haben mir sehr gut gefallen. Es gab Kürbisse (Vorder- und Rückseite) sowie Mumien und Katzen. Eigentlich ist Halloween ja mein liebstes Motivtortenfest, daraus wurde dieses Jahr leider nichts. Da waren die Silikomartformen mein Retter und mit wenig Aufwand konnten tolle Ergebnisse erzielt werden.


Die Form ist aus Silikon und hat einen Backrahmen, der Stabilität verleiht. Vorher hatte ich wenig Erfahrung mit Silikonformen.

Ich habe zwei verschiedene Dinge in den Formen ausprobiert: einen Kuchenteig und Panna Cotta.

Vom Backen des Kuchenteigs in den Formen war ich nicht so begeistert, wobei das nicht unbedingt an der Backform lag. Ich habe den Kuchenteig hineingefüllt, circa 3/4 voll und anschließend gebacken. Die Kuchen ließen sich gut aus der Form lösen und ich hatte vor, sie anschließend mit Schokolade zu überziehen. Das hat allerdings weniger gut geklappt und deshalb gibt es vom Ergebnis auch keine Bilder. Die Konturen der Form sind bei Kuchen einfach zu schwach als dass hier ein schönes Ergebnis herauskommen könnte.


Die Panna Cotta hingegen hat sehr gut funktioniert. Ich habe die Mumien mit normaler Panna Cotta gefüllt. Für die Kürbisse habe ich sie mit Lebensmittelfarbe orange und für die Katzen grau gefärbt. Unten findet ihr das ganz simple Panna Cotta - Basisrezept, das ich verwendet habe.

Die Panna Cotta ließ sich sogar ohne vorheriges Ausspülen mit kaltem Wasser sehr gut aus den Formen lösen und die Konturen waren toll zu erkennen. Es ist nichts gebrochen. Den Kürbissen hatte ich mit Cassis-Sauce einen roten Mund gemalt. Außenherum habe ich den orangen Dekozucker gestreut, den mir Silikomart mitgeschickt hat. Die schwarze Lebensmittelfarbe ist in den Formen teilweise zu Boden gesunken und hat den Katzen eine individuelle "Fellfärbung" verliehen, ein witziger Nebeneffekt. Die Dekokürbisse sind übrigens aus Fondant und stammen von meiner Halloweentorte von 2012!



Insgesamt kann ich diese Formen empfehlen. Beim Backen des Kuchenteigs ist aufgrund des Backrahmens alles in Form geblieben, auch wenn die anschließende Dekoration nicht so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt hatte.


Die Panna Cotta empfand ich jedoch als ideale Füllung für diese Halloweenformen. Sie werden nächstes Jahr mit Sicherheit wieder zum Einsatz kommen - ich werde mich dann wohl noch einmal für eine Pudding- oder Panna Cotta-Variante oder Ähnliches entscheiden. Gerne werde ich weitere Formen von Silikomart in mein Backrepertoire aufnehmen.

Außerdem bin ich neugierig geworden auf Silikonformen für andere Zwecke: Pralinen, richtige Kuchen, ... Ich habe auch gesehen, dass es bei Silikomart eine Backform für ein Karussell gibt, die mich stark in den Fingern kitzelt ... Falls ich mir diese oder andere Formen anschaffe, werde ich euch natürlich davon berichten!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Chiara Fringuelli und Silikomart, dass ich die Form testen durfte. Sie hat mich absolut überzeugt!

Nun aber noch das Panna Cotta - Rezept für euch:

Panna Cotta - Basisrezept

Was du brauchst:

100ml Milch
500ml Sahne
6 Blatt Gelatine
100g Zucker
optional: Mark einer Vanilleschote  

Wie es geht:

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Milch kurz aufkochen, dann die weiche Gelatine darin auflösen. Sahne, Zucker (und Vanillemark) in einem weiteren Topf zum Kochen bringen. Die Milch unterrühren. Alles in die Silikonformen füllen und im Kühlschrank einige Stunden fest werden lassen.  

Habt ihr schon Silikonformen ausprobiert? Vielleicht sogar von Silikomart? Dann bin ich gespannt, eure Berichte zu lesen!

Maria

Donnerstag, 2. Januar 2014

Zimtschnecken zum winterlichen Frühstück

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und euer Silvester war (kulinarisch) ein voller Erfolg. Wir haben ganz klassisch Raclette gemacht. Und danach gab es Tiramisù und Cocktails - alles sehr lecker! Was gab es bei euch an Silvester?

Raclette muss ich, denke ich, nicht hier vorstellen. Wohl aber die leckeren Zimtschnecken, die es bei uns am letzten Adventssonntag gab. Alle Kerzen am Adventskranz brannten, es war draußen stürmisch und ungemütlich, der Weihnachtsbaum war schon geschmückt - drinnen mit dem Duft der Zimtschnecken und einer heißen Schokolade hat man sich rundum wohlgefühlt.


Das Rezept stammt aus einem unserer neuen Kochbücher - New York, die Kultrezepte. Bis jetzt hat sich das Buch echt bewährt. Wir haben schon zwei Pies und jetzt die Zimtschnecken daraus gebacken und alles war sehr lecker. Die Kapitel des Buches folgen Essenszeiten: Coffee time, breakfast time, brunch, lunch, snacks, ..., das gefällt uns sehr gut. Die Bandbreite reicht von Mac&Cheese über Pickles bis zu Marshmallows und deckt viele typisch amerikanische Gerichte ab.


Das tolle Zimtschneckenrezept bekommt ihr jetzt natürlich - probiert es aus!

Zimtschnecken

Was du brauchst: 

für den Teig:
400g Mehl
1TL Trockenhefe
100ml lauwarme Milch
50g zerlassene Butter
1 Ei
30g Zucker
Mark einer Vanilleschote
Salz

für den Belag:
100g weiche Butter
60g Zucker
1 1/2 EL Zimt
1 1/2 EL Milch

für die Glasur:
 100g Puderzucker
100g Frischkäse

Wie es geht:

Die Zutaten für den Teig mit 50ml lauwarmem Wasser in eine Schüssel geben und zu einem Hefeteig kneten. Wichtig ist es, dass der Teig lange geknetet wird (mind. 10 Minuten), damit er schön geschmeidig wird. Anschließend abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen bis er sein Volumen verdoppelt hat. 
Den Teig zu einem Rechteck (oder zur Orientierung auf einem Backblech) ausrollen. Zimt und Zucker vermischen. Das Rechteck mit der Butter bestreichen und mit dem Zimt-Zucker bestreuen. Von der Längsseite her aufrollen und in neun Teile schneiden. Die Schnecken in eine gefettete Auflaufform legen, abdecken und nochmal etwas gehen lassen. Anschließend mit der Milch bepinseln und bei 180°C ca. 25 Minuten backen.
Puderzucker und Frischkäse mit 30ml lauwarmem Wasser verrühren. Die Glasur über die Zimtschnecken verteilen.  
 

Die restlichen Zimtschnecken haben wir zum Kaffee verputzt - lange standen sie nicht herum!

Viel Spaß beim Nachbacken!

Maria
KüchenAtlas-Blogparade: Kochbuch-Wichteln
PS: Ich mache beim Kochbuchwichteln von Kuechen Atlas mit - eine tolle Sache, schaut mal rein!

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