Sonntag, 28. Juli 2013

Grünes Thai-Curry und blogfreie Sommerpause ...

Nun ist mein Blog schon fast ein Jahr alt und es hat sich sehr viel getan. Dies ist mein 101. Post hier - unglaublich aber wahr! Außerdem habe ich viele neue Leser gewonnen und ich bin euch wirklich sehr dankbar, denn was wäre ein  Blog ohne Leser?

Im Moment flimmert draußen die Luft vor Hitze, Abkühlung ist keine in Sicht und wir zerfließen in unserer Wohnung. Also habe ich beschlossen, dass es Zeit für eine kleine Blog-Sommerpause ist. Im Monat August wird es keine normalen Posts mit Rezepten geben. Ich möchte euch aber trotzdem nicht ganz unversorgt lassen und werde einmal pro Woche einen Post mit Fotos der kulinarischen Wochenhighlights machen. Das ist doch auch schon was, oder?

Nur mit großen Worten möchte ich natürlich nicht in die Sommerpause gehen und deshalb gibt es noch ein Rezept für ein wunderbar leckeres grünes Thai-Curry. Es kann je nach Lust und Laune mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch gemacht werden. Wichtig ist, dass man frische Zutaten verwendet. Welche genau hängt von den eigenen Vorlieben ab. Hier mal ein Beispiel, wie es mit Fisch bzw. Fleisch wäre ...



Grünes Thai-Curry

Was du brauchst:

Zwiebeln
Knoblauch
Staudensellerie
Zuckerschoten
Paprika
Limetten
Thai-Basilikum
Ingwer
Galangal
Chili
Zitronengras
Frühlingszwiebeln
Grüne Currypaste
Kokosmilch
Fish Sauce
Brühe
Fisch bzw. Fleisch

   Wie es geht:

Das Gemüse in kleine, mundgerechte Stücke schneiden. Ingwer und Galangal in kleine Würfelchen schneiden. Das Zitronengras in der Mittel teilen, den oberen, dünnen Teil ganz lassen, den unteren Teil fein hacken. Thai-Basilikum ebenfalls fein hacken. Auch Fisch und Fleisch kleinschneiden. Eine Limette auspressen, eine weitere in Scheiben schneiden.
Zwiebeln, Paprika, die Hälfte der Chilis und die Hälfte des Ingwers kurz anrösten. Staudensellerie und die Zuckerschoten, die vorher kurz blanchiert werden, mit anbraten. Das Ganze mit Kokosmilch ablöschen. Das Zitronengras, den Rest von Ingwer und Chili den Limettensaft und die Limettenscheiben hinzugeben. Das Ganze einreduzieren, immer wieder ein bisschen Brühe nachgießen. Kurz vor dem Servieren das Thai-Basilikum hinzugeben. Je nach Flüssigkeitsmenge und Konsistenz kann man das Curry entweder mit Reis oder als Suppe servieren. Ich persönlich bevorzuge die Variante mit Reis, vor allem, wenn es mal ein bisschen schärfer ist.

So, und nun geht's in die Sommerpause - ich wünsche euch eine gute Zeit und viele kulinarische Höhepunkte und wir lesen uns im September wieder!

Maria

Dienstag, 16. Juli 2013

Himbeerkonfitüre

Vor einiger Zeit habe ich hier bereits eine kleine Abhandlung über die Bezeichnung von Marmeladen / Konfitüren / Fruchtaufstrichen geschrieben. In diesem Post könnt ihr euch über die aktuelle Begriffslage informieren - heute gibt es jedoch keinen Fruchtaufstrich, sondern eine Konfitüre. Genauer gesagt eine Himbeerkonfitüre.


Die Himbeersträucher hängen voll und die Früchte sind an den Ständen der hiesigen Obstanbaubetriebe richtig günstig geworden. Da wir selbst leider keinen Garten haben, greife ich hierauf zurück ... es tut mir aber im Herzen weh, bei Spaziergängen zu sehen, wie in vielen Gärten und vor allem Schrebergärten die Büsche voll hängen und nicht abgeerntet werden. Beim nächsten starken Regen wird die ganze Ernte ungenutzt zerstört, was wirklich ein Jammer ist!


Ich habe mich für eine ganz einfache Variante der Konfitüre entschieden: nur Himbeeren und Gelierzucker. Wenn man sich die Inhaltsstoffe der meisten im Supermarkt erhältlichen Konfitüren anschaut, kann man sich fast gar nicht mehr vorstellen, dass es so simpel sein kann. Bei selbstgekochter Marmelade / Konfitüre / Fruchtaufstrich weiß man einfach, was drin steckt.

Ein wunderschönes Rezept, für das ihr diese Konfitüre verwenden könnt, sind die Himbeer-Millefeuilles von meinem englischen Büffet!


Die schönen Etiketten habe ich bei Jones Design Company gefunden, wo man sie ausdrucken kann. Wenn man sich für den Newsletter anmeldet hat man kostenlosen Zugriff auf die ausdruckbaren Freebies im Archiv - es sind wirklich tolle Sachen dabei! Ich habe die Etiketten wieder auf selbstklebendes Papier gedruckt und aufgeklebt.


Ich habe vor, noch mehr Marmelade / Konfitüre / Fruchtaufstrich zu kochen. Wir essen eigentlich das ganze Jahr über davon und im Winter ist man froh. Wenn die Tomatenzeit richtig angefangen hat, wollen wir auch mal selbst Tomatensoße einkochen. Ihr seht, mich hat das Einkoch- und Einmachfieber gepackt. Mal sehen, wie viele verschiedene Sachen ich schaffe! Vor ein paar Tagen gab es schon das Rezept für einen Erdbeer-Rhabarber-Vanille-Fruchtaufstrich.

Was haltet ihr vom Einkochen / Einmachen?

Maria

Donnerstag, 11. Juli 2013

Kaffeestückchen: Johannisbeer-Pudding-Streusel

Kennt ihr den Begriff "Kaffeestückchen"? Ich musste heute mit Schrecken feststellen, dass es sich scheinbar um einen Begriff handelt, der nur im Dialekt existiert. Im Gespräch hat sich herausgestellt, dass viele den Begriff gar nicht kennen. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es dieses Wort im normalen Hochdeutschen gibt. Ich persönlich verwende es immer. Für diejenigen, die jetzt nicht wissen, was gemeint ist: Ein Kaffeestückchen ist ein süßes Teilchen, welches man zum Kaffee verzehrt. Es handelt sich jedoch nicht um ein Stück Kuchen, sondern z.B. um ein Hefeteigteilchen mit Puddingfüllung oder Streuseln oder ein Blätterteigteilchen (z.B. Apfel- oder Kirschtasche). Wie sieht's bei euch aus? Kennt ihr den Begriff? Welche Alternativbegriffe habt ihr dafür?


Heute stelle ich euch das Rezept für ein leckeres Kaffeestückchen vor, das es heute bei uns gab: Johannisbeer-Pudding-Teilchen mit Streuseln. Nachdem das Obst und Gemüse im Mai und Juni ja im Regen ertrunken ist, habe ich das Gefühl, dass die Beerensaison ein großer Erfolg wird: die Johannisbeer- und Himbeersträucher hängen hier in der Kurpfalz richtig voll und die Äste sind schwer von den Früchten. Nur die Kirschen scheinen noch Leidtragende vom Regen zu sein, da sind viele schon am Baum verfault.
Die restlichen Beeren sehen aber toll aus und so kam es heute Nachmittag zu diesen leckeren Kaffeestücken. Die Inspiration stammt von Tortentante, ich habe aber meine eigenen Rezepte für Hefeteig, Streusel und Co. verwendet.


Kaffeestückchen mit Johannisbeeren, Pudding und Streuseln

Was du brauchst:

Für den Teig:
1 Päckchen Trockenhefe
125ml lauwarme Milch
60g Zucker
60g Butter
ca. 300g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
 
Für den Pudding:
150ml Milch
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
2EL Zucker
200g Saure Sahne
 
Für die Streusel:
80g geriebene Mandeln
  80Zucker
80g Mehl
80g zerlassene Butter
 
ca. 400g Johannisbeeren
 
 
Wie es geht:
 
Trockenhefe, Zucker, Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Butter in der Milch auflösen und mit dem Ei nach und nach unter die Mehlmischung kneten. Vorsicht: die Milch darf nicht zu heiß sein, sonst gerinnt das Ei! Anschließend ca. eine Stunde gehen lassen. 
Das Puddingpulver mit wenig Milch anrühren. Die Milch mit dem Zucker und dem angerührten Puddingpulver zu einem dicken Pudding aufkochen. Vom Herd nehmen und die Saure Sahne unterrühren. 
Die Mandeln, den Zucker und das Mehl vermischen und die zerlassene Butter unterrühren bis Streusel entstanden sind. Aus dem Teig sechs Fladen formen und auf ein Backblech legen. Den Pudding darauf verteilen. Die Johannisbeeren waschen und mit einer Gabel die Früchte vom Stängel trennen, das geht am einfachsten. Die Johannisbeeren auf den Pudding verteilen und mit den Streuseln bestreuen. 
Bei 180°C ca. 25 Minuten backen.
 
 
Mein Fazit: lecker und schnell gemacht, das perfekte Kaffeestückchen!
 
Maria    
  

Dienstag, 2. Juli 2013

Kulinarischer Ausflug in den Orient ...

Einen kulinarischen Ausflug in den Orient unternahmen wir neulich abends. Es wurde mal wieder Zeit, denn das letzte arabische Essen gab es bei uns vor fast einem Jahr - von Auberginenpüree, Taboulé, gefüllten Auberginen und Börek konntet ihr auch hier auf dem Blog lesen.


Das aktuelle Menü bestand aus Oliven, Hummus und selbstgebackener Piadina (ich weiß, eigentlich italienisch) und Sesamkringeln als Vorspeise, Couscous mit Gemüse und Merguez als Hauptspeise und selbstgemachtem Eis als Dessert. Dazu gab es einen Melonendrink. 


Den Hummus haben wir nach einem absoluten Grundrezept hergestellt. Normalerweise würden noch Zwiebeln und Knoblauch dazugehören, auf die wir dieses Mal jedoch verzichten mussten. Das Grundrezept könnt ihr mit allem Möglichen verfeinern - Gewürze, Kräuter, Tomatenstücke, ...

Hummus

Was du brauchst:

1 Glas gekochte Kichererbsen
etwas Sesampaste (Tahin) - nach Geschmack
Zitronensaft nach Geschmack
100ml Olivenöl
1 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Wie es geht:

Die Petersilie fein hacken. Alle Zutaten pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Petersilie unterrühren.     

Nachdem die Vorspeise so lecker war und wir alle kräftig zugeschlagen hatten, war in unseren Mägen kaum noch Platz für die köstliche Hauptspeise, das Couscous.


Bei der Gelegenheit sind wir nochmal auf ein wundervolles Kochbuch aufmerksam geworden, das wir seit ein paar Monaten haben: Ali Baba Fingerfood - 101 Rezepte aus 1001 Nacht. Wir werden es in Zukunft wieder öfter in die Hand nehmen - es ist so liebevoll gestaltet und voller genialer orientalischer Rezepte!


Zu trinken gab es einen Melonendrink. Das Getränk war sehr lecker, allerdings war die Konsistenz etwas gewöhnungsbedürftig. Die Konsistenz war so wie die von Slush-Getränken, allerdings nicht aus Eis, sondern Melonenstückchen. Man hätte den Saft aber auch noch durch ein Sieb streichen können und somit das Konsistenzproblem (das manche haben) umgehen können - ich persönlich fand den Saft auch so gut.

Melonendrink

Was du brauchst:

eine reife Honigmelone
Saft einer Zitrone
etwas frischen Ingwer
ca. 250g Crushed Ice
Agavendicksaft zum Süßen

Wie es geht:

Die Honigmelone in Stücke schneiden. Den Ingwer nach Geschmack reiben. Alle Zutaten mit der Küchenmaschine oder dem Pürierstab kleinhäckseln. Mit dem Agavendicksaft nach Geschmack nachsüßen.


Der Drink passt auch allgemein prima zum Sommer. Falls ihr noch mehr Sommergetränke sucht, findet ihr auf meinem Blog noch eine Himbeer-Pfirsisch-Limonade und einen Kiwi-Himbeer-Smoothie. 

Außerdem möchte ich euch noch auf das Gewinnspiel bei Rebecca von Verlockendes aufmerksam machen. Sie gibt einen Einblick in das tolle Kinderzimmer ihres Sohnes und verlost dazu noch Gutscheine für mommyandbaby.de     
Eine tolle Sache angesichts des Storches, der bald ein Päckchen vor unserer Tür ablegen wird. Also drückt mir die Daumen!


Maria  
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