Mittwoch, 31. Oktober 2012

Happy Halloween!

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei seit letztem Halloween! Ihr erinnert euch noch an meine Halloweentorte von letztem Jahr, die ich vor ein paar Wochen vorgestellt habe? Auch dieses Jahr wird es natürlich wieder eine Torte geben, aber für die müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Ich werde sie heute partyfein machen, bevor sie dann heute Abend ihren großen Auftritt hat. In den nächsten Tagen folgen dann selbstverständlich auch Bilder.


Bis dahin möchte ich euch mit etwas Grips vertrösten. Im Vorfeld zu Halloween gab es schon einen kleinen gruseligen Filmabend (Coraline - ab sechs Jahren, aber soo gruselig, echt!), zu dem es natürlich auch schon etwas Schauriges zu naschen geben sollte. So entstanden diese Gehirn Cupcakes!

Gehirn Cupcakes
 
Als Teig habe ich die Hälfte des Wunderrezepts mit Eierlikör genommen - das ergab acht Cupcakes. Das Topping ist eine Mischung aus Frischkäse, Naturjoghurt, Puderzucker und durch ein Sieb gestrichene pürierte Himbeeren zum Färben. Das "Blut" ist ebenfalls Himbeersaft. Ich habe hier Tiefkühlhimbeeren verwendet. Leider kann ich keine Mengenangaben zum Topping machen, weil ich einfach zusammengemischt habe, was ich noch zu Hause hatte. Die gehirnige Konsistenz hat das Topping durch vier Blatt Gelatine bekommen - es war echt ganz schön glibbrig, wenn man mit der Zunge drangekommen ist! Aber die Cupcakes haben trotzdem äußerst gut geschmeckt. Die kleinen Hirnwindungen kann man einfach mit einer Lochtülle aufspritzen (das ist natürlich leicht gesagt, denn einfach war es gewiss nicht - ich musste doch üben, bevor es halbwegs akzeptabel aussah).

Die Dekoration, die auf dem Teller liegt, ist übrigens aus Fondant und ich habe sie vor ein paar Tagen für die Halloweentorte gemacht. Bis dahin, dachte ich, kann sie ja ganz gut als Tellerdeko für den Gehirn Cupcake auf ihren Einsatz warten ...




So, jetzt mache ich mich mal an die Dekoration der Halloweentorte, damit sie für die Party heute Abend auch hübsch aus der Wäsche schaut! Habt ihr etwas Lecker-Schauriges zu Halloween gezaubert?

Maria

Montag, 29. Oktober 2012

Aus meinem Bücherregal: kulinarische Krimis aus Luxemburg

Fehlt euch noch die passende Literatur, um gut über den Winter zu kommen? Da habe ich genau das Richtige für euch. Im Sommer habe ich die beiden Bücher von Tom Hillenbrand gelesen - sie sind jahreszeitenunabhängig, deshalb eignen sie sich sowohl als Strand- als auch als Couchlektüre. Die Bücher haben mich so gefesselt, dass ich sie innerhalb von zwei Tagen durchgelesen hatte und jetzt hungrig nach mehr bin! Bis jetzt hat Tom Hillenbrand zwei kulinarische Krimis verfasst: Teufelsfrucht und Rotes Gold.
              
In beiden Büchern geht es um den luxemburger Koch Xavier Kieffer, der ein kleines Restaurant in Luxemburg Stadt hat und der in beiden Bänden durch diverse Umstände in spannende Fälle hineingezogen wird. Kieffer wächst dem Leser in den beiden Büchern richtig ans Herz - man kennt seine Marotten und er ist richtig sympathisch. Neben der spannenden Kriminalgeschichte, die sich - wie sollte es anders sein - in beiden Fällen um Lebensmittel dreht, kommt natürlich auch die kulinarische Seite nicht zu kurz - es ist ja schließlich ein kulinarischer Krimi. Immer wieder werden die Spezialitäten, die Kieffer in seinem luxemburger Restaurant serviert, beschrieben und man bekommt richtig Lust, auch mal eine Bouneschlupp oder ein Huesenziwwi im Lokal Les deux églises zu probieren.

Die Bücher sind unglaublich spannend und gleichzeitig informativ. Hoffentlich bringt Tom Hillenbrand bald einen neuen Krimi heraus - aber so wie ich Xavier Kieffer kenne, wird sich in den Tiefen der Lebensmittelindustrie bald ein neuer Fall finden, in dem es auf eigene Faust zu ermitteln gilt!

An dieser Stelle möchte ich auch noch darauf hinweisen, dass heute das neue Thema von Post aus meiner Küche herausgekommen ist: "In der Weihnachtsschickerei".


Vielleicht erkläre ich denen von euch, die Post aus meiner Küche noch nicht kennen, kurz das Konzept: Man meldet sich bis zum 07.11.12 bei Post aus meiner Küche an und bekommt bald einen Tauschpartner zugeteilt. Dann brutzelt, backt, verziert, kocht und verpackt man nach Lust und Laune und verschickt in einem festgelegten Tauschzeitraum ein leckeres Päckchen an den Tauschpartner und jeder freut sich! Ich bin diese Runde zum ersten Mal dabei und freue mich schon riesig (sowohl aufs Backen und Verpacken als auch aufs Päckchenbekommen)! Die Aktion gibt es circa alle zwei Monate mit neuem Motto - eine geniale Idee, wie ich finde, denn man kann zwei Freuden vereinen: Schenken und Beschenktwerden!

Aber nochmal zur Literatur: was wird euch literarisch über den Winter bringen? Habt ihr schon eine To-Read-Liste?

Maria

Freitag, 26. Oktober 2012

Pink Lady Torte

Zu jedem Geburtstag gehört ein Geburtstagskuchen. Da mein Mann und ich mit den Geburtstagen sehr nah beeinander liegen, mache ich meistens eine Torte für uns beide. Was sollte es also dieses Jahr werden? Ich fand den Pink Ombre Cake auf dem Titelblatt der letzten Lecker Bakery toll! Ein Traum in pink, obwohl ich eigentlich kein Fan dieser Farbe bin. Trotzdem hat es mich irgendwie gereizt. Es gibt ja Regenbogentorten in vielen verschiedenen Farben, die besonders gerne an Kindergeburtstagen zum Einsatz kommen und die, wie ich finde, aber immer irgendwie giftig aussehen. Diese pinke Torte wurde natürlich auch mit Lebensmittelfarbe gefärbt, aber ich finde, etwas Rotes ist irgendwie leichter zu essen als etwas Blaues.


Also machte ich mich an die hübsche Torte. Ich habe allerdings das Rezept verändert, da es mir zu fett und zu süß war (heißt aber nicht, dass der Kuchen jetzt ein Diätkuchen ist - davon ist er immer noch Meilen entfernt und ich glaube, im Endeffekt habe ich auch keine Kalorien "gespart"). Aber sehr hübsch aussehen tut er allemal. Und als Geburtstagskuchen mit Fähnchenkette eignet er sich hervorragend! Ich habe das Rezept verändert, also benenne ich die Torte auch um: in Pink Lady Torte!


Pink Lady Torte

Was du brauchst:

Für den Teig:
300g weiche Butter
220g Zucker
6 Eier
50ml Naturjoghurt
2 gestrichene TL Backpulver
220g Mehl
100g Speisestärke
rote Lebensmittelfarbe
Für Füllung und Frosting:
 600ml Sahne
125g Mascarpone
125g Speisequark
120g Puderzucker
eine kleine Handvoll TK-Himbeeren


Wie es geht:

Butter und Zucker schaumig rühren. Anschließend nacheinander die Eier und den Joghurt unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und der Speisestärke mischen und unterrühren. Den Teig in vier Portionen teilen und in verschiedenen Rottönen durch unterschiedlich starke Dosierung der Lebensmittelfarbe färben. Ich habe die Pastenfarbe Red Extra von Sugarflair verwendet. Hiervon müsst ihr wirklich nur sehr wenig nehmen, da die Farbe extrem stark ist. Für den untersten dunklen Boden musste ich nur einmal mit dem Zahnstocher in die Farbe tauchen, das hat schon gereicht. Anschließend nacheinander in einer mit Backpapier ausgelegten 18er Springform die Böden bei 150°C (Umluft) ca. 25 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Für Füllung und Frosting die Sahne steifschlagen. Anschließend den Puderzucker, den Mascarpone und den Speisequark unterrühren - das schmeckt dann schon genial und damit wird die Torte von außen verziert. Von der Creme drei große Esslöffel abnehmen und in eine andere Schüssel machen. Die TK-Himbeeren antauen und pürieren. Anschließend mit den drei Esslöffeln abgenommener Creme verrühren. 

Die Böden müsst ihr eventuell noch gerade schneiden, falls ein unschöner Hubbel in der Mitte entstanden ist. Mit der Himbeercreme klebt ihr die Böden dann zusammen. Am besten ist es, die Creme nicht ganz bis zum Rand zu streichen und stattdessen am Rand noch etwas weiße Creme hinzumachen, damit nachher das Frosting von außen nicht stellenweise rosa ist und die rosa Creme im Inneren eingeschlossen ist. (Was ich meine seht ihr im Bild zwischen Was du brauchst und Wie es geht.)Von außen die Torte dünn mit der weißen Creme einstreichen und anschließend die Creme mit einer Sterntülle kreisförmig aufspritzen. Das Aufspritzen muss ich noch etwas üben, aber ich finde die Struktur trotzdem nicht schlecht.

Kleiner Tipp am Rande: versucht, superkleine Stücke zu schneiden, sonst werden eure Gäste kein ganzes Stück schaffen!


Dazu hat mir eine Freundin dieses Gedicht geschickt. Ich finde es so toll, ich könnte es immer wieder lesen:
Maria bekommt eine schöne Torte.
Drauf stehn in Zuckerguss die Worte:
"Zum heutigen Geburtstag Glück!"
Maria ißt selber kein Stück,
doch muss sie in gewaltigen Keilen
das Wunderwerk ringsum verteilen.
Das "Glück", das "heu", der "Tag" verschwindet
und als sie nachts die Torte findet,
da ist der Text nur mehr ganz kurz.
Er lautet nämlich nur noch "...burts...".
Maria lacht und jäh entschlossen,
hat sie den Rest vergnügt genossen.
Die Wimpel habe ich hier zum Download gefunden. Man kann die Buchstaben ins PDF-Dokument selbst einfügen und dann ausdrucken, schneiden, kleben, basteln - sehr schöne Sache! Wie ihr seht, fehlt mir noch ein kleiner Tortenständer. Nachdem ich jetzt so viel mit meiner kleinen 18er Springform backe, werde ich in nächster Zukunft noch in einen kleinen Ständer investieren.

Maria

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Breznknödel mit Champignon-Rahm-Soße

Am letzten Wochenende durften wir ein tolles Konzert von mocábo erleben, das vom Verein zur Pflege der Live-Musik, in dem ich Mitglied bin, organisiert wurde - die Musik ist übrigens meine zweite große Leidenschaft neben dem Backen. Als Snack boten wir unter anderem Laugenstangen vom Konditor des Vertrauens an, wovon am Ende der Veranstaltung zu unserer großen Freude auch noch einige übrig waren. Unsere Entscheidung war schnell gefallen: Wir packen die Laugenstangen ein und machen Breznknödel! Breznknödel sind eine Abwandlung der altbekannten Semmelknödel und werden aus Laugengebäck gefertigt. Dazu passt ganz wunderbar eine Champignon-Rahm-Soße mit Speck. Wir kochen eigentlich eher selten sowas typisch Deutsches wie Knödel, aber diese hier waren wirklich lecker!


Breznknödel mit Champignon-Rahm-Soße

Was du brauchst:

2-3 Laugenstangen / -brezeln vom Vortag
 150g Speck- / Schinkenwürfelchen
Paniermehl
ca. 150ml Milch 
3 Schalotten
2 Eier
Petersilie
Champignons 
Sahne
Weißwein
Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer
  
Wie es geht:

Die Laugenstangen oder -brezeln in kleine Würfel schneiden. Die Milch erhitzen und über die Würfel geben, das Ganze ca. 30 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit 2 Schalotten würfeln und mit der Hälfte des gewürfelten Specks kurz anschwitzen. Die Petersilie kleinhacken und unterrühren. Wenn alles abgekühlt ist, die Mischung zu dem eingeweichten Laugengebäck geben, die Eier hinzugeben, salzen und pfeffern und alles gut vermischen. Falls das Ganze zu flüssig ist, so viel Paniermehl dazugeben, dass sich der Teig gut formen lässt. Mit Einmalhandschuhen den Teig zu Knödeln formen - so hat man hinterher nicht den ganzen Teig an den Fingern kleben. Einen großen Topf mit Salzwasser aufstellen und die Knödel im siedenden Wasser gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen (ca. 15-20 Minuten).
Für die Soße eine Schalotte würfeln, die Champignons in Scheiben schneiden. Alles zusammen mit den restlichen Speckwürfeln in einer Pfanne anschwitzen. Mit etwas Weißwein ablöschen und kurz einreduzieren lassen, Sahne hinzugeben und mit Gemüsebrühe, Muskat, Paprika, Salz und Pfeffer würzen und etwas weiterköcheln lassen bis die Soße eindickt. Wer möchte, kann auch noch ein bisschen Brühe dazugeben. Voilà!


Steht bei euch manchmal so etwas typisch Deutsches auf der Speisekarte? Und wenn ja, was?

Maria

Dienstag, 23. Oktober 2012

Maria sucht und ich mache mit: Petits Fours mit Cantuccini und Amarena-Kirschen

Maria von Ich bin dann mal kurz in der Küche feiert diese Woche ihren zweiten Bloggeburtstag und legt neben vielen Gewinnspielen, die es diese Woche gab, eine neue Runde von Maria sucht... auf.

Normalerweise gibt sie immer ein Motto vor, zu dem man Rezepte einreichen kann. Das Geburtstagsspecial hat leicht veränderte Regeln. Man sucht sich eins von Marias tollen Rezepten aus, die sie in zwei Jahren auf ihrem Blog vorgestellt hat, und backt / kocht es nach, wobei man es modifizieren soll. Entweder man kann eine andere Zutat verwenden oder auch das Rezept auf ganz andere Art und Weise verwirklichen. Die Hauptsache ist, dass das Grundrezept noch zu erkennen ist. Ich folge Marias Blog schon seit einiger Zeit und freue mich wahnsinnig auf jeden neuen Beitrag. Sie backt und kocht mit so viel Liebe und ihre Seite hat hohes Suchtpotential. Ich könnte stundenlang dort stöbern. Für Marias Geburtstagsspecial habe ich mir das Rezept für ein Cantuccini-Dessert mit Amarena-Kirschen ausgesucht. Das Dessert wurde in kleinen Gläschen geschichtet serviert. Als ich letztes Mal in Paris war habe ich eine Backform für kleine Petits Fours Böden mitgebracht. Das brachte mich auf die Idee, Marias Rezept als Petits Fours zu präsentieren.


Ich habe das Grundzutaten beibehalten und habe lediglich noch ein bisschen dunkle Schokolade zum Verfestigen der Böden hinzugefügen. Aus den Cantuccini und der Schokolade entstanden Mini-Böden ohne Backen, darauf kam ein hübsches Häubchen mit Amarena-Kirsche.

Ich finde, Marias Dessert eignet sich sehr gut für Petits Fours - und ich hoffe natürlich auch, damit einen der tollen Preise abzustauben, die es zu gewinnen gibt! Und ihr bekommt natürlich auch das Rezept:

Petits Fours mit Cantuccini und Amarena-Kirschen

Was du brauchst:

100g Cantuccini
100g dunkle Schokolade
Amarena-Kirschen
120g Mascarpone
100g Sahne
30g Puderzucker
etwas Kakaopulver

Wie es geht:

Die Cantuccini kleinhäckseln  - das klappt besonders gut mit einer Küchenmaschine, da Cantuccini relativ hart sind und sich nicht so einfach wie Butterkekse zerbröseln lassen. Die Schokolade überm Wasserbad schmelzen und mit den Cantuccinibröseln vermischen. Alles in die Förmchen füllen und ab in den Kühlschrank bis die Böden fest sind. Die Sahne steifschlagen, den Mascarpone und den gesiebten Puderzucker unterheben. Die Mascarponecreme in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und auf jeden Boden ein Häubchen spritzen. Mit etwas Kakaopulver bestäuben und mit einer Amarena-Kirsche garnieren.

Original von Ich bin dann mal kurz in der Küche
Interpretation von Erst mal was essen

Wie findet ihr meine Interpretation von Marias Cantuccini-Dessert? 

Maria

Sonntag, 21. Oktober 2012

Basilikum-Walnuss-Pesto

Pesto, pasta, basta! Nachdem unser Basilikumstock schon so lange nicht mehr benutzt wurde, dass die Blätter langsam anfingen, von der Sonne auszubleichen, hat mein Mann sich entschlossen, ein leckeres Basilikum-Walnuss-Pesto zu machen. Ein Sack Walnüsse aus dem schwiegerelterlichen Garten hängt bei uns sowieso immer in der Vorratskammer und von daher stellte diese Entscheidung keinen großen logistischen Aufwand dar. Gesagt, getan, nach ein paar Minuten stand eine Portion dampfender Pasta mit leckerem Pesto vor uns. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell das geht! Am längsten hat es gedauert, die Nüsse zu knacken.


 Natürlich möchte ich auch euch das Rezept nicht vorenthalten:

Basilikum-Walnuss-Pesto

Was du brauchst:

40g Walnüsse (ohne Schale gewogen)
1 große Hand voll Basilikum
50 ml Olivenöl
50 ml Zitronenöl
ca. 20g geriebener Parmesan
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer 

Wie es geht:

Ganz einfach - alles pürieren, auf die Pasta, fertig! 


Wenn ihr kein Zitronenöl zu Hause habt, könnt ihr einfach mehr normales Olivenöl nehmen und ein bisschen frischen Zitronensaft. Wir haben immer ein paar verschiedene Aromaöle zu Hause: Thymian, Rosmarin, Basilikum, Zitrone, Orange, Chili, ... Zu kaufen gibt es die Öle bei Artefakt. Sowohl die Aromaöle als auch die normalen Olivenöle sind sehr hochwertig und schmecken wunderbar.

Einen schönen Tag wünsche ich euch!

Maria

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Und tschüss ...

Heute musste spontan ganz schnell ein hübscher Kuchen her - zum Abschied aus einem Praktikum. Da ich gerade keinen Fondant im Haus habe und man den ja auch einen Tag vorher machen muss, habe ich improvisiert mit dem, was ich zu Hause hatte und mich seit Langem mal wieder für Marzipan entschieden.


Ich wollte eigentlich den ganzen Kuchen damit überziehen, habe aber beim Ausrollen gemerkt, dass ich nicht genügend Marzipan habe. Also habe ich mich entschieden, eine grüne Marzipandecke auf den Kuchen zu legen. Aber was sollte jetzt an den Rand? Ich habe an eine Marzipanbordüre gedacht, mich aber dann entschieden, außenrum bunte Zuckerperlen anzukleben. Es war gar nicht leicht, im Supermarkt Zuckerperlen in einer zum Kuchen passenden Farbe zu finden. Das meiste Zuckerzubehör in Rewe und Co. ist blassrosa, blassblau und blassgelb, was hier jetzt wirklich gar nicht gepasst hätte. Dann habe ich doch noch diese Perlen in violett und orange entdeckt - die waren dann perfekt.


Im Inneren des Kuchen befindet sich das schokoladige Wunderrezept umhüllt von einer Ganache aus Zartbitterschokolade. Die Buchstaben und Blumen habe ich auch aus Marzipan gemacht. Früher habe ich ja viel mit Marzipan gearbeitet. Mit Fondant lassen sich zwar viel besser Figuren formen, weshalb ich ihn ja auch regelmäßig benutze, aber Marzipan hat einfach einen Riesenvorteil, der mir heute wieder bewusst wurde: er schmeckt lecker! Vielleicht werde ich beim nächsten Tortenüberzug tatsächlich nochmal auf Marzipan zurückgreifen - mal sehen. Das hat heute ziemlich gut geklappt und wenn ich mehr gehabt hätte, hätte ich wohl auch die Torte problemlos überziehen können.


Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch auch mal das Wunderrezept vorstellen. Ich habe im Internet lange danach gesucht, nachdem ich bei vielen Bloggerinnen immer wieder gelesen habe, sie hätten das Wunderrezept verwendet. Das Ganze schien mir schon ein geheimer Code unter Bloggern zu sein, weil jeder scheinbar wusste, wovon die Rede war. Irgendwann stieß ich dann endlich auf das Rezept. Es eignet sich ideal für Motivtorten und ist sehr wandelbar, da man die Flüssigkeit, die man zugibt, selbst wählen kann. Ich habe mich heute für Naturjoghurt entschieden - ich hatte bis jetzt auch immer dickflüssige Flüssigkeiten wie Joghurt oder Eierlikör und kann noch keine Erfahrungsberichte zu Säften und Co. abgeben.

Wunderrezept

Was du brauchst:

4 Eier
200g Zucker
200ml Öl
200ml Flüssigkeit (Eierlikör, Joghurt, Saft, ...)
300g Mehl
1Pck Backpulver
(evtl. 1EL Kakao)  

Wie es geht:

Eier und Zucker schaumig schlagen. Abwechselnd die Flüssigkeit und das Öl unterrühren. Mehl und Backpulver (evtl. auch Kakao) mischen und unterrühren. Bei 180°C 25 Minuten backen.


Bei dieser Gelegenheit habe ich auch zum ersten Mal erfolgreich eine Silikonblumenform ausprobiert, die ich aus Dublin mitgebracht hatte. Mit Fondant hat diese Form noch nie richtig funktioniert - aber das weich geknetete Marzipan hat sich wunderbar eingepasst und war perfekt abzulösen. Ich finde die Blumen auch sehr schön und freue mich total, dass sie heute so gut geworden sind. Wie findet ihr meine improvisierte Spontantorte?

Maria


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Schokowirbelsturm im Zitronenregen

Wie ihr schon hier, hier und hier gemerkt habt, mag ich sowohl Schokolade als auch Zitrone als auch die Kombination aus beidem sehr gerne. Das hat mich dazu geführt, diese Schokoladenzitronenkekse zu backen, die ich Schokowirbelsturm im Zitronenregen taufe.


Jetzt, wo wir in die kalte Jahreszeit starten, habe ich wieder mehr Lust auf Kekse und Co. Ich finde es total gemütlich, auf der Couch zu sitzen, einen Tee zu trinken und dazu leckere, selbstgebackene Kekse zu knabbern. Gerne auch in Kombination mit Regen, der aufs Dach prasselt und einer schönen CD. Aber dazu wird es ja jetzt wieder vermehrt Gelegenheit geben. Ich mag den Herbst.


Während ich schon am Naschen bin, möchte ich euch natürlich auch die Gelegenheit geben, schon mit Backen anzufangen. Hier also das Rezept:

Schokowirbelsturm im Zitronenregen

Was du brauchst:

200g Zucker
1 EL Vanillzucker
350g Mehl
175g weiche Butter
1 Ei
30g geschmolzene dunkle Schokolade
Schale einer Biozitrone

Wie es geht:

Den Zucker, Vanillezucker und die Butter schaumig rühren. Anschließend das Ei unterrühren. Das Mehl hineinsieben und alles mit den Händen zu einem Teig kneten. Den Teig in zwei Hälften teilen. Die eine Hälfte mit der geschmolzenen dunklen Schokolade (sollte abgekühlt sein) verkneten. Die andere Hälfte mit dem Zitronenabrieb verkneten. Beide Teighälften zu ungefähr gleich großen Rechtecken ausrollen und aufeinanderlegen. Am besten, ihr rollt auf Backpapier, dann lässt sich das Ganze hinterher besser ablösen. Die beiden Teigrechtecke aufeinanderlegen und mit dem Backpapier, was unter der unteren Schicht liegt, zu einer festen Rolle zusammenrollen. Ins Backpapier einwickeln und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Anschließend herausnehmen und die Rolle in kleine Scheiben schneiden. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 190°C ca. 15 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.





Die hübsche Étagère, auf der die Cookies liegen, habe ich geschenkt bekommen. Sie ist eines meiner Lieblingsstücke zum Servieren von Keksen, Pralinen und Co. 


Die Cookies sind wunderbar zum Verschenken oder als Mitbringsel. Einfach in eine hübsche Box oder Cellophantüte packen - ich finde, sie machen was daher! Die Etiketten habe ich bei Lecker.de/ gefunden. Ihr könnt sie euch hier herunterladen. Lecker hat sehr viele tolle Downloads zum Verpacken und Dekorieren - seht euch ruhig mal dort um, wenn ihr etwas sucht. Ihr werdet sicherlich fündig.


Genau wie Wiebke muss auch ich in diesem Post mal meinen ersten beiden Followern danken - ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als da plötzlich stand, dass jemand Mitglied meiner Seite wurde!!

Natürlich danke ich auch allen anderen Lesern, den Abonnenten des Email-Verteilers und den Facebook-Fans. Ein Blog ist kein Blog ohne Leser - danke für eure Unterstützung!

Maria


Sonntag, 14. Oktober 2012

Schokoladenpudding selbstgemacht - einfach lecker!

Selbstgemachter Schokopudding schmeckt einfach viel besser als der aus der Tüte. Noch dazu geht es superschnell, man hat die Zutaten meistens im Haus und man weiß, was drin ist.


Pudding ist eins meiner Lieblingsdesserts und ich mag vor allem die Haut. Manche Leute mögen gerade die Haut nicht, was für mich absolut unverständlich ist, denn das ist doch wirklich das Leckerste am Pudding! Also am besten ein großflächiges Schälchen verwenden, damit die Hautfläche vergrößert wird.



Mit einer kleinen Marzipandekoration, Streuseln, Schokoraspeln, Vanillesoße oder auch einfach so gibt es diesen Pudding bei uns immer wieder als Dessert oder auch mal zwischendurch. Der Pudding ist schön cremig und nicht so fest, was ihn, wie ich finde, noch besser macht. Und hier ist das Rezept für euch:

Schokoladenpudding

Was du brauchst:

250ml Milch
125g Sahne
50g Zucker
1EL Vanillzucker
1EL Speisestärke
1EL Kakaopulver
3EL heißes Wasser
2 Eigelb
100g gehackte dunkle Schokolade
Wie es geht:

Die Milch und die Sahne in einem Topf erwärmen (nicht kochen lassen). Speisestärke und Kakaopulver sieben und zusammen mit dem Zucker und dem Vanillzucker in einen zweiten Topf geben. Mit dem heißen Wasser verrühren. Anschließend die Eigelbe einzeln unterrühren und schließlich die warme Milch-Sahne-Mischung. Einmal kurz aufkochen und rühren, bis die Creme dickflüssig wird. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade unterrühren. In Gläser oder Schälchen verteilen und auskühlen lassen - fertig!

Es geht nichts über selbstgemachten Schokopudding - probiert's mal!


Viel Spaß!


Maria

Samstag, 13. Oktober 2012

Neues aus der Backbuchwelt

Dieses Jahr waren wir wieder auf der Frankfurter Buchmesse. Heute möchte ich euch ein paar Bücher zeigen, die ich durchgeblättert habe und die mich sofort angesprochen haben. Die Buchmesse ist einfach super zum Stöbern - man hat wirklich alles auf einen Blick und kann stundenlang stöbern, wie in einer gigantischen Bücherei. Hier ein paar Titel, die auf meiner Wunschliste gelandet sind:

Das Buch Schokolade fand ich super, weil darin erklärt wird, wie man tolle Schokoladendeko selbst herstellt. Das Buch ist sehr ausführlich und erklärt alles Schritt für Schritt. Es werden Dinge vorgestellt, bei denen ich vorher nicht im Traum daran gedacht hätte, dass man sie aus Schokolade herstellen kann. Der Untertitel "Meisterkreationen zum Selbermachen" ist nicht übertrieben - im Inneren finden sich wirklich Meisterwerke!

Die Vintage Tea Party hat mir besonders gut gefallen, weil ich mich sofort nach Dublin versetzt fühlte. Dort gibt es ein nettes Café, das Queen of Tarts, das ich euch demnächst mal vorstellen werde. Und dieses wunderschöne Buch mit tollen Bildern und vor allem tollem Porzellan hat mich mit seinem Charme und seinen typischen Rezepten zum Tee direkt überzeugt. Ich kann garantieren, dass es früher oder später in meinem Bücherregal stehen wird.

Ich finde, was Cake Pops angeht, findet man häufig schönere Ideen auf Foodblogs als in Büchern. Das Buch Cake Pops von Hädecke fand ich jedoch anders. Die Cake Pops sind richtig gut gemacht und es gibt schöne Deko-Ideen. Außerdem ist alles sehr genau erklärt. Insgesamt sind die Bücher von Hädecke preiswert, handlich und kreativ.

Auch dieses Buch ist von Hädecke. Éclairs sind Frankreich. In diesem Buch über Éclairs findet man Ideen für sehr viele Variationen. Außerdem werden am Anfang die Grundtechniken für Teig, Füllungen und Glasuren vorgestellt. Auch Dekovorschläge werden gemacht. Sehr schönes Buch!

Weihnachten rückt näher (unglaublich, aber wahr) und zur Vorbereitung auf hübsche Weihnachtsgeschenke aus aller Welt eignet sich dieses Buch: Wünsch dir was! Die Rezepte sind aus aller Welt und nach Ländern aufgeteilt - so sieht man auch mal, was es in anderen Ländern an Weihnachten gibt. Außerdem werden tolle Verpackungsvorschläge gemacht, auch zum Selbstbasteln. Man findet auch sehr schöne Mitbringsel für die Vorweihnachtszeit!

Habt ihr in letzter Zeit neue Koch- oder Backbücher gekauft?

Schöne Grüße

Maria

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Halloween rückt näher ...

... und somit auch mein nächstes großes Motivtortenprojekt. Ich sammle schon seit Längerem Ideen für süß-schleimig-glibbrige und manchmal auch einfach nur hübsch-gruselige Leckereien. Wie jedes Jahr sind wir auf einer tollen Halloweenparty und da braucht man natürlich auch neben einem zwingend erwünschten Kostüm ein tolles, gruseliges Mitbringsel. Letztes Jahr hatte ich diesen Hexenkesselkuchen gebacken.


Im Inneren befand sich ein Kaffeekuchen mit weißer Schokoganache. Der Kuchen ist mit Fondant eingedeckt und die Finger und Augen sind ebenfalls aus Fondant. Das war übrigens mein erster Fondantkuchen. Oben in den Kessel habe ich Eierlikör gegossen - die Kombination war sehr lecker.


Dieses Jahr möchte ich einen Topsy Turvy Kuchen machen - also was Schiefes. Die Deko steht noch nicht hundertprozentig fest, aber ich bin schon eifrig am Planen, denn so einen Kuchen zaubert man normalerweise nicht einfach aus dem Nichts. Vor allem bei mehrstöckigen Kuchen müssen Dinge wie Statik etc. bedacht werden, damit der Kuchen nicht einsinkt, umkippt oder was sonst noch so schiefgehen kann. Man sollte sich also vorher genau überlegen, welchen Teig man für die Böden verwendet. Sehr weiche Teige wie Biskuits haben in einer solchen Torte nichts verloren, denn sie tragen das Gewicht nicht. Aus meinem letzten Dublinurlaub habe ich mir Plastikstäbe zum Stabilisieren mehrstöckiger Torten mitgebracht, die an Halloween zum erstne Mal zum Einsatz kommen sollen. Auch die Optik muss natürlich geplant werden, obwohl dann oft alles doch irgendwie anders kommt, wenn man dann tatsächlich an der Torte dran ist. Verschiedene Deko-Elemente fertige ich dennoch schon vorher an. Bis jetzt habe ich ein bisschen gezeichnet und dies ist der Stand der Planung:


Mal sehen, was es dann endgültig wird ... Die Schlingpflanzen gefallen mir besonders gut, die erinnern mich immer an die Tim Burton Filme. Ich habe auch schonmal mit Schlingpflanzen dekoriert, ihr findet das Ergebnis in der Motivgalerie - damals allerdings keine Fondanttorte. Gestern habe ich noch den Vorschlag bekommen, anstatt der Hexe eine Hand zu machen, die oben aus der Torte rauskommt. Die Idee gefällt mir, werde ich ausprobieren.

NACHTRAG: Inzwischen habe ich die Torte gebacken. Das Ergebnis könnt ihr HIER sehen.

Ich habe auch sonst noch total viele hübsche Ideen gefunden, schaut euch beispielsweise mal die Cake Pops von Bakerella an. Die sind doch genial - vielleicht versuche ich mich auch daran. Sie hat ganz herrliche Ideen für Cake Pops auf ihrer Seite - auch z.B. für Weihnachten.

Was meint ihr? Gibt es sonst noch irgendwas, was unbedingt auf meine Torte drauf muss und auf keinen Fall fehlen darf?

Maria


Dienstag, 9. Oktober 2012

Da scheiden sich die Geister: Bratkartoffeln

Warum ich heute über Bratkartoffeln poste? Ihr wundert euch sicher über so einen oberflächlich und banal erscheinenden Blogeintrag, aber Bratkartoffeln sind alles andere als banal. Um Bratkartoffeln werden Kämpfe ausgefochten, es geht ums Prinzip oder es ist Glaubenssache: roh oder gekocht, in Würfeln oder in Scheiben, gebraten oder frittiert (glaubt's nur, das ist in vielen Restaurants keine Seltenheit).


Gut gemachte Bratkartoffeln mit einer schönen Kruste sind ein Traum. Dazu dann noch ein Spiegelei, genau auf den Punkt und das Seelenheil ist komplett. In unserer Küche sind Bratkartoffeln ein Politikum. Ich persönlich mache Bratkartoffeln roh und gewürfelt - mein Mann gekocht und in Scheiben. Ihr seht also, da kann man nicht auf einen Nenner kommen. Also gibt es manchmal roh und gewürfelt und manchmal gekocht und in Scheiben.
Ich finde, roh gebratene Kartoffeln haben eine schönere Konsistenz und eine bessere Kruste. Und deshalb gibt es heute, ganz banal oder auch nicht, mein Bratkartoffelrezept - und es ist nicht so einfach, wie man meint. Man muss den richtigen Zeitpunkt für die Kruste erwischen, nicht zu heiß, nicht zu kalt etc. Ich beschreibe euch alles ganz genau, dann kann nichts mehr schiefgehen.

Bratkartoffeln nach Marias Art

Was du brauchst:

festkochende Kartoffeln
2-3 EL Sonnenblumenöl
1 EL Butter
Salz

  Wie es geht:

Die Kartoffeln schälen und würfeln, in einer Schüssel mit Wasser "zwischenlagern". Einen breiten Topf oder eine Eisenpfanne (wichtig: unbeschichtet!) mit Deckel auf den Herd stellen, das Sonnenblumenöl hineingeben, sodass überall am Boden etwas ist. Anschließend die Kartoffeln abgießen und in den Topf geben, sodass der Boden bedeckt ist. Das Stück Butter in die Mitte auf die Kartoffeln legen, das gibt hinterher einen leckeren Geschmack. Die Kartoffeln ein bisschen salzen. Mein Herd geht von 1 bis 9. Ich stelle ihn auf Stufe 3 und mache den Deckel auf den Topf. Die Kartoffeln brauchen so ca. 20 Minuten, bis sie weich sind. Nach 20 Minuten solltet ihr mal mit einer Gabel testen. Wenn die Kartoffeln weich sind, stelle ich die Herdplatte für ca. 3-5 Minuten auf 8, damit die Kartoffeln eine schöne Kruste bekommen. Anschließend vom Herd nehmen und mit einem ordentlichen Pfannenwender vom Boden kratzen. Habt in der Krustenphase immer ein Auge auf die Kartoffeln, weil sie sonst schnell verbrennen! Wenn ihr es genau so macht, werden eure Bratkartoffeln perfekt. Dazu passt leckeres Spiegelei, Spinat, ...


Also: Bratkartoffeln sind lecker, aber nicht banal. Wie mögt ihr eure Bratkartoffeln am liebsten?

Maria 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Was Blumiges, wenn's draußen stürmt ...

Draußen wird es immer stürmischer und regnerischer, drinnen dafür umso gemütlicher. Zeit für ausgiebige und lange Essen, herzhafte Küche und leckere Desserts. Nach der gut bewährten Kürbissuppe mit karamellisierten Walnüssen und einer Riesengarnele sowie Lachs im Blätterteigmantel mit Ofenkartoffeln gab es gestern eine Schoko-Zitronen-Torte mit Blümchen, die kurz den Sommer zurückgeholt hat.


Die Blümchen habe ich aus Marzipan gemacht. Vom Aussehen her war diese Torte inspiriert von Nigella Lawson. Ich hatte mich aber entschieden, eine Zitronenfüllung zu machen und das Rezept zu verändern, damit die Torte insgesamt frischer und nicht zu süß wird.


Ich finde es sehr schön, wenn Torten grob eingestrichen werden, das hat einen gewissen Charme. Und mit den Blümchen ist die Optik perfekt - auch im Hinblick auf das verwendete Geschirr natürlich - Phoenix Blau von Villeroy&Boch.

Schoko-Zitronen-Torte

Was du brauchst:

Für den Teig:
180g Butter
120g Zucker
200g Mehl
2EL Vanillzucker
2EL Kakaopulver
1 1/2 TL Backpulver
200g Saure Sahne

Für die Füllung und die Glasur:
2 1/2 EL Lemoncurd 
1EL Naturjoghurt
1EL Magerquark
200g dunkle Schokolade
2EL Puderzucker
100g Saure Sahne 
 
Wie es geht:

Butter und Zucker schaumig schlagen, Eier und anschließend restliche Zutaten unterrühren. Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben. Bei 180°C ca. 35 Minuten backen. Ich habe eine kleine Springform verwendet, weshalb der Kuchen höher wurde und 45 Minuten im Backofen bleiben musste. Am besten, ihr macht zwischendurch die Holzstichprobe (steckt einen Schaschlik rein und schaut, ob noch Teig daran hängen bleibt). Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Für die Füllung das Lemoncurd, den Naturjoghurt und den Magerquark verrühren. Für die Glasur die Schokolade überm Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen. Den gesiebten Puderzucker und die Saure Sahne unterrühren. Den Kuchen in der Mitte durchschneiden und die Füllung in der Mitte verteilen. Die Hälften aufeinandersetzen und außen grob mit der Glasur einstreichen. Deko nach Belieben - sieht aber auch "einfach so" schön aus.

Ich habe mich außerdem zum ersten Mal an einer hübschen Verpackung versucht, zu der ich hier eine Vorlage gefunden habe. Man kann die Verpackung aus weißem Karton basteln und dann nach Herzenslust dekorieren. Es gibt so viele tolle Verpackungsvorlagen - da werde ich im Herbst und Winter mal ein paar ausprobieren. Die Ideen sind vor allem auch schön, wenn man selbstgemachte Präsentkörbe verschenken will oder auch nur eine Verpackung für ein selbstgebackenes Mitbringsel sucht.



Wenn ihr auch die Verpackung für ein einzelnes Tortenstück basteln möchtet, achtet darauf, dass das eine Teil etwas kleiner ist als das andere. Eigentlich logisch und ich dachte auch, dass ich das alleine durch kluges Falten hinbekomme, aber dem war nicht so. Am besten, man macht sich eine zweite Vorlage, die etwas größer ist - so werde ich es auf jeden Fall beim nächsten Mal machen. Für diese Torte war es jetzt gerade passend, weil sie recht hoch war und ich so einfach die zwei Teile mit Masking Tape aufeinandergeklebt habe.


Wir genießen heute die letzten Stücke der Torte - gibt es bei euch was Besonderes zum Sonntag?

Maria

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