Samstag, 29. September 2012

Der Konditor meines Vertrauens

Kennt ihr das auch? Jede Hobbykonditorin und jeder Hobbykonditor braucht einfach den Konditor seines Vertrauens, wo sie/er hingehen kann, Fragen stellen kann, sich Lob abholen kann, leckere Sachen essen kann etc. Der Konditor meines Vertrauens ist Thomas Meisel der Konditorei Meisel hier in Dossenheim. Hier gibt es leckere Torten und Kuchen, selbstgemachte Pralinen und vieles, was das Hobbykonditorenherz höher schlagen lässt. Außerdem  kann man auf der Terrasse bei einer süßen Leckerei und einer großen Schale Café au lait oder einem Tässchen Tee die Seele baumeln lassen. Genau das habe ich auch heute wieder getan:


Es ist super, den Herbstanfang so sonnig zu erleben - da macht draußen sitzen nochmal doppelt Spaß! Wo habt ihr diesen sonnigen Tag genossen?

Maria

Wo ihr das Café Meisel findet:

Hauptstraße 27
69221 Dossenheim 

Arabische Nächte, Teil zwei

Wie bereits im ersten Teil der arabischen Nächte angekündigt, haben wir noch weitere arabische Spezialitäten gekocht. Es gab gefüllte Auberginen mit Tomaten und Reis. Außerdem haben wir die im ersten Teil angekündigten Falafel gemacht. Dazu weiter unten mehr - lasst euch überraschen.


Zunächst zum Auberginenrezept. Die Auberginen sind vegetarisch und nur mit Tomaten und ihrem eigenen Fruchtfleisch gefüllt. Ein tolles Rezept, das wir jederzeit gerne wieder kochen werden. Natürlich lasse ich euch auch daran teilhaben:

Gefüllte Auberginen mit Reis

Was du brauchst:

250g Reis
eine Aubergine
4 Tomaten
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1EL Tomatenmark
Petersilie (frisch oder gefriergetrocknet)
100ml Gemüsebrühe
Zitronensaft

Wie es geht:

Auberginen halbieren und aushöhlen (z.B. mit einem Löffel). Das Fruchtfleisch würfeln. Fruchtfleisch und Auberginen salzen und ein paar Minuten Wasser ziehen lassen. Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten würfeln und Petersilie kleinschneiden. Zwiebeln und Knoblauch kurz in Olivenöl andünsten. Die Auberginenwürfel kurz abspülen (damit das Ganze nicht zu salzig wird), dazugeben und mitdünsten. Anschließend das Tomatenmark und Paprikagewürz dazugeben. Die klein geschnittenen Tomaten und die Petersilie unterheben und mit Salz (Vorsicht, nicht zu viel - die Auberginen waren ja schon gesalzen), Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die übrigen Tomaten in Scheiben schneiden, in eine Auflaufform legen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüsebrühe dazugießen. Die Auberginenhälften abspülen (wegen Salz), trocken tupfen und die Füllung verteilen. Anschließend in die Auflaufform legen, mit etwas Öl beträufeln und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30 Minuten garen. Den Reis kochen und zusammen servieren.



Und nun - die Falafel!

Im zweiten Teil kommen wir zum Falafel-Rezept. Tja, was soll ich sagen? Ich würde euch das Rezept ja gerne geben, aber wir haben es ausprobiert und es ist nichts geworden. Mein Mann sagt, dass es einen Falafel-Fluch gibt, der auf uns Müllers lastet - keinem Müller gelingen die Falafel! Genauso bei uns. Wir haben also das Rezept genau befolgt, alle Zutaten zusammengemischt, schön geformt usw. Dann haben wir Öl in einem Topf erhitzt, da wir keine Friteuse haben. Wir haben den ersten Test-Falafel reingeworfen und nach ungefähr zehn Sekunden - Überraschung - war nichts mehr davon übrig. Der Falafel hatte sich im Öl komplett aufgelöst. Also Plan B: Backofen. Wir legten die Falafel in eine Auflaufform und bestrichen sie leicht mit Öl, damit sie nicht austrocknen. Der Ofen wurde angeworfen und nach ein paar Minuten - fingen die Falafel doch tatsächlich an, das Weite zu suchen. Sie zerliefen wie eine Kugel Eiscreme. Plan C: In der Pfanne braten. Wir haben also ganz schnell die Falafel bzw. das, was noch davon übrig war, aus dem Ofen geholt und, diesmal ohne Öl, in die Pfanne geworfen. Und wieder wurden sie nicht fest. Also haben wir uns mit Falafelpüree, Reis und Joghurt-Knoblauch-Dip begnügt. Auch lecker. Aber kein empfehlenswertes Rezept. Also: falls wir es irgendwann mal noch schaffen, Falafel erfolgreich herzustellen, werden wir euch informieren. Hat von euch schonmal jemand erfolgreich Falafel selbst hergestellt? Fertige Mischungen zähle ich nicht zu selbst gemacht - also, irgendwelche Erfahrungswerte?

Schöne Grüße von der leicht frustrierten

Maria

Donnerstag, 27. September 2012

Apfeltarte im Rosendesign

Ich habe mir vorgenommen, diesen Herbst verschiedene Apfelkuchen auszuprobieren. Der erste entstand inspiriert von der aktuellen Ausgabe der Sweet Dreams. Ich habe diese leckere Apfeltarte im Rosendesign gebacken. Die Tartelettes, die wie immer aus den Teigresten entstanden sind, finde ich im Rosenlook besonders süß.



Apfeltarte im Rosendesign

Ich habe für das Rezept eine etwas kleinere Tarteform verwendet, die im Umfang etwas kleiner als 26cm war. Trotzdem war ja etwas Teig übrig für die Tartelettes - das Rezept sollte also auch für eine größere Form reichen.

Vor dem Backen
Was du brauchst:

Für den Teig:
100g kalte Butter
200g Mehl
1 Eigelb
25g Zucker
Nach dem Backen
Salz

Für den Belag:
100g weiche Butter
75g Zucker
2 Eier
Mark einer Vanilleschote
2EL Mehl
50g gemahlene Mandeln
Zitronensaft
7 kleine Äpfel (ca. 700g)
Schlagsahne
Zimt

Wie es geht:

Die Zutaten für den Teig zu einem Mürbeteig verarbeiten. Normalerweise wickelt man einen Mürbeteig in Frischhaltefolie, stellt ihn ca. 30 Minuten kalt, rollt ihn dann aus und legt ihn ausgerollt in die Tarteform. Ich persönlich mache das einfach von Hand. Ich stelle den Mürbeteig nicht kalt, sondern drücke ihn von Hand in die Form, das klappt auch (falls ihr keine Anti-Haft-Form habt, solltet ihr die Form vorher einfetten und mit Mehl abpudern). Die Form mit dem Teig in den Kühlschrank stellen.
Anschließend Butter und Zucker schaumig rühren. Eier, Mark der Vanilleschote, Mehl und Mandeln hinzufügen und alles verrühren. Dann eine Schüssel mit Wasser und dem Zitronensaft vorbereiten. Die Äpfel schälen und anschließend mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden. Die Streifen direkt ins Zitronenwasser fallen lassen, da sie sonst braun werden. Die Mandelcreme auf der Tarte verstreichen. Danach die Apfelstreifen abtropfen lassen und rosenförmig auf der Tarte anordnen. Ich habe in die Mitte jeweils ein etwas dickeres Apfelstäbchen gesteckt. Die Tarte im vorgeheizten Backofen bei 160°C ca. 30 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen, mit Zimt bestreuen und mit Schlagsahne servieren.

Durch den Zimt hat die Tarte schon leicht winter-weihnachtlich geschmeckt, was aber bei Sturm und Regen draußen auch nicht unangenehm war. An dieser Tarte hat mir besonders gefallen, dass der Geschmack von gebackenem Apfel nicht so aufdringlich war. Durch die dünnen Streifen war der Geschmack genau richtig.

Serviert habe ich, wie ihr seht, auf ganz unterschiedlichem Geschirr - alles sehr passend zur Apfeltarte, jedes Geschirr auf seine Art und Weise. Die Tässchen, die beim Ginkgo-Geschirr dabei sind, erinnern mich immer an die kleine Tasse Tassilo bei die Schöne und das Biest.

Ich hoffe, bald noch mehr Apfelkuchen ausprobieren zu können und halte euch natürlich auf dem Laufenden. Ich will euch auch in einem der nächsten Posts meine Tarteformen vorstellen, die sind nämlich absolut genial. Ihr werdet nie mehr Probleme mit anhaftendem Teig an Boden oder Rändern haben.

Bis dahin viel Spaß beim Essen!

Maria

Dienstag, 25. September 2012

Kochen, backen und erhitzen, was das Zeug hält!

Heute nehme ich an der 11. Blogparade von Küchen Atlas teil. Es geht um das Thema Kochen, Backen und Erhitzen und vor allem darum, welche Geräte in unseren Küchen zum Thema vorhanden sind. Man kann eine tolle Herd-Backofen-Kombination von Bauknecht gewinnen.
In unserer Küche steht eine Elektroherd-Backofen-Kombination mit Ceranfeld. Wir sind soweit zufrieden mit diesem Herd, allerdings ist es störend, dass die Herdplatten nach dem Benutzen immer so lange heiß bleiben. Man kann dann nichts auf dem Herd abstellen und muss darauf achten, dass man sich nicht die Flossen verbrennt. Auch wenn man die Energieeffizienz betrachtet, gibt es hier natürlich ein Problem - die Energie der immer noch heißen Herdplatten bleibt einfach ungenutzt (außer, dass es in der Küche mollig warm wird).
Zusätzlich haben wir noch ein externes Gerät mit zwei Induktionsplatten. Aus Platzgründen kommen diese tragbaren Herdplatten jedoch nur in seltenen Fällen zum Einsatz. Insgesamt sind wir von Induktion überzeugt, da die Hitze, ähnlich wie bei Gas, sofort da ist und auch sofort wieder weg ist, wenn man das Feld ausschaltet. Es bleibt lediglich ein wenig Restwärme vom Topf oder der Pfanne. Dies ist auch vor allem dann sinnvoll, wenn Kinder im Haushalt sind, die eventuell auf den Herd fassen könnten.
Beim Backofen ist mir die Umluftfunktion besonders wichtig, da ich sie zum Kuchen- und Plätzchenbacken eigentlich fast immer gebrauche. Auch die Grillfunktion ist toll zum Bräunen, zum Karamellisieren usw.
Eines meiner Lieblingsküchen"geräte" ist unser Gussbräter. In ihm können wir Suppen kochen (z.B. Linsensuppe - lecker!) und wir wollen seit Längerem mal einen Guinness Pie ausprobieren, der auch hierin zubereitet wird. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht gibt es dann natürlich hier auf dem Blog. Wir haben auch noch eine eckige elektrische Pfanne, die besonders gut ist, wenn man viele Leute zu Besuch hat und zum Beispiel eine Reispfanne warmhalten möchte. Die Gäste können sich bedienen, wenn sie Hunger haben, und das Essen wird nie kalt.
Drückt uns die Daumen, dass wir diese tolle Herd-Backofen-Kombination gewinnen!

Maria

Kürbiszeit, Teil eins

Vor einigen Tagen haben wir einen wunderschönen, recht großen Hokkaido aus dem eigenen Garten geschenkt bekommen. Für zwei Personen lässt sich daraus viel machen. Heute möchte ich euch zwei Rezepte vorstellen, die aus diesem schönen Kürbis entstanden sind. Weitere Rezepte folgen später - der halbe Kürbis liegt noch bei uns im Kühlschrank.


Bisher sind aus dem Kürbis ein leckeres Kürbisrisotto und Pasta mit Kürbis entstanden. Beides war ein echter Genuss. Ich liebe den Geschmack von Hokkaido. Besonders wenn es draußen kühler und regnerischer wird, habe ich richtig Lust auf Kürbis in allen Variationen.


Zunächst zum Kürbis-Risotto. Risotto esse ich besonders im Herbst und Winter gerne. Es ist ein richtiges Essen für die Seele. Prinzipiell kann man mit allem Risotto machen - Pilze, Fisch, Gewürze, jegliches Gemüse, ...


Was du brauchst:

1 große Schalotte
1 Knoblauchzehe
250g Risottoreis
1/4 großer Hokkaido
80g Parmesan
200ml Sahne / Cremefine


Wie es geht:

Die Schalotte klein würfeln, 2/3 der Schalotte mit etwas Öl andünsten. Den Kürbis in kleine Würfel schneiden, zu den Schalotten geben und mit etwas Honig anschmoren. Anschließend würzen (Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian), später Muskat, Paprika dazugeben.
Den Risottoreis mit 1/3 der kleinen Zwiebelwürfel in Olivenöl andünsten, mit Gemüsebrühe aufgießen (bis der Reis bedeckt ist - ca 2cm über dem Reis sollte noch Brühe sein). Zugedeckt köcheln lassen bis gewünschte Bissfestigkeit erreicht ist - gegebenenfalls Brühe nachgießen.
Wenn der Reis bissfest ist, Sahne und Parmesan, den kleingewürfelten Knoblauch und den angeschmorten Kürbis dazugeben und das Ganze noch ca. 5 Minuten ziehen lassen.
Das Ziel eines guten Risottos ist, dass es richtig schön schlotzig ist!




Als nächstes kommt nun die Pasta mit Kürbis.

Was du brauchst:

1 große Schalotte
1-2 Knoblauchzehen
200g Pasta
1/4 großer Hokkaido
150ml Sahne / Cremefine

Wie es geht:

Den Knoblauch und die Schalotte klein würfeln, mit etwas Olivenöl andünsten. Den Kürbis in kleine Würfel schneiden und zu Zwiebeln und Knoblauch in die Pfanne geben. Mit etwas Öl, Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Rosmarin, Thymian und etwas Honig anschmoren und immer wieder umrühren. Später eine Messerspitze Curry, Paprika und Orangenöl dazugeben. Die Pasta kochen und einen Schuss des Nudelwassers zum Kürbis geben (das hilft der Soße beim Eindicken). Wenn der Kürbis gar ist, das Ganze mit Sahne oder Cremefine ablöschen und kurz weiterköcheln lassen. Abschließend die Soße mit den Nudeln mischen und evtl. mit Käse bestreuen.


Inzwischen habe ich auch schon von ersten Nachkochern und -backern gehört. Ich freue mich immer über eure Berichte - benutzt hierzu gerne auch die Kommentarfunktion unter den Beiträgen. Jeder kann Kommentare schreiben, dazu braucht ihr kein Google-Konto.

Viel Spaß beim Nachkochen und eine schöne Kürbiszeit!

Maria

Sonntag, 23. September 2012

Soulfood

Gestern gab es bei uns diese Bananenschokoladentorte - echtes Soulfood. Meine kleine Springform hat mir wieder wunderbare Dienste erwiesen. Irgendwie sind kleine Kuchen leckerer als große - ist wohl ein psychologischer Effekt. Wenn man weniger hat, genießt man umso mehr, glaube ich.



Kleine Kuchen sind auch insofern besser, als dass man sie nicht tagelang rumstehen hat, sondern sie auch mit wenigen Personen zügig essen kann. Ich habe für die Torte dasselbe Rezept verwendet wie für die Himbeerschokoladentarte. Ich habe lediglich keine Tarteform, sondern eine normale Springform verwendet. Durch den kleineren Umfang wurde das Ganze insgesamt höher. Außerdem habe ich die Orangenschale durch Zitronenschale ersetzt und den Cointreau weggelassen. Insgesamt hat die Zitrone die Schokolade optimal ergänzt. Man hatte hinterher nicht das Gefühl, man wäre vollgestopft mit Schokolade.


Den Teigrest habe ich wie immer in einer kleinen Tartelette untergebracht, die es heute zum Tee gibt. Das wunderschöne Teeservice habe ich geschenkt bekommen. Es passt herrlich zu der kleinen Torte, findet ihr nicht auch?



Ich wünsche euch einen schönen Sonntagnachmittag und hoffe, ihr könnt auch ein leckeres Stück Kuchen genießen.

Maria

Freitag, 21. September 2012

Eine Traumkombi: Schokolade und Himbeere

Zur Beerenzeit habe ich diese Tarte gebacken, die sehr wandelbar ist, was die Früchte angeht und eigentlich das ganze Jahr über gegessen werden kann. Und sie war einfach unglaublich lecker! Die zwei unterschiedlichen Schokoladenschichten sind ein Hochgenuss und die fruchtigen Himbeeren geben einen Frischekick. Da ich auch schon mehrmals nach dem Rezept gefragt wurde, möchte ich es hier mit euch teilen.



Ich habe sowohl eine Tarte als auch kleine Tartelettes gemacht. Der Teig, der beim Auslegen der großen Form übrig bleibt, eignet sich perfekt, um kleine Tartelettes zu machen. Und von der Füllung ist meistens auch ein bisschen was übrig ...


Foto von olive green anna
Hier also nun das Rezept für die Schokoladentarte:

Was du brauchst:

Für den Teig:
225g Mehl
40g Puderzucker
125g Butter
2 Eigelb
1 Prise Salz
2EL Eiswasser

Für die Füllung (1):
3 Eier
1EL Orangenabrieb
160ml Schmand
165g Zucker
60g geschmolzene dunkle Schokolade
2EL gesiebtes Kakaopulver
2EL Cointreau

Für die Füllung (2):
140g gehackte dunkle Schokolade
60ml Schmand 

Für den Belag:
Obst, Nüsse, Sahne, Giotto, ...


Wie es geht:

Die Zutaten für den Teig verkneten und einen Mürbeteig herstellen. Den Teig eine Stunde in den Kühlschrank stellen, dann ausrollen und in eine gefettete, mit Mehl bestäubte Tarteform geben. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Anschließend ca. 20 Minuten blindbacken, dann ca. 10 Minuten fertig backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Exkurs "Blindbacken": Den Teig ausrollen und in die Form geben. Mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. Ein Blatt Backpapier auf die Form legen und mit Linsen, Reis oder Bohnen beschweren. Bei 200°C ca. 20 Minuten backen. Das Blindbacken ist eine Art, den Mürbeteig vorzubacken, damit er erstens auch nach dem Backen mit Belag nicht mehr klebrig ist und damit er zweitens beim Backen nicht hochkommt. 

Foto von olive green anna
Eier, Orangenabrieb, Schmand, Zucker, geschmolzene Schokolade, Kakao und Cointreau verrühren, in die Tarte füllen und  bei 170°C ca. 30 Minuten backen und abkühlen lassen.
Anschließend die gehackte Schokolade und den Schmand in einem Topf auflösen und auf der abgekühlten Tarte verteilen. Im Kühlschrank kühlen und nach Belieben dekorieren.

Ich werde das Rezept jetzt im Herbst auf jeden Fall noch mit Birnen ausprobieren. Auch Feigen oder Walnüsse passen gut dazu. Mal sehen, was der Herbst so bringt.


Viel Spaß beim Nachbacken!

Maria




Nachtrag: Ich habe das Rezept inzwischen noch mit Bananen und ein bisschen Sahne ausprobiert. Sehr lecker. Den Eintrag findet ihr hier.

Donnerstag, 20. September 2012

Die letzte Kneipe vor New York

Dort war ich zum Essen und habe mir vorgestellt, wie es wohl für die Auswanderer damals war, als sie von Bremerhaven aus nach Amerika aufgebrochen sind.


Der Treffpunkt Kaiserhafen, also die letzte Kneipe vor New York, hat sich zu einer Institution entwickelt, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man Bremerhaven besucht. Es handelt sich um eine Mischung aus Museum und Restaurant und ist ein richtiges Erlebnis. Es gibt leckeren frischen Fisch auf der Speisekarte und das Publikum ist bunt gemischt. Früher waren hier sowohl Matrosen als auch Direktoren Gäste und haben gemeinsam gespeist.

 


Wir hatten eine gemischte Fischplatte und ein Fischerfrühstück. Fischerfrühstück besteht aus Nordseekrabben mit Bratkartoffeln und Spiegelei. Wenn ich im Norden bin, ist ein gutes Fischerfrühstück ein Muss auf meiner Speisekarte. Die Portionen waren sehr üppig und lecker.



Also: insgesamt sehr empfehlenswert! Besonders beeindruckend fand ich auch die Lage direkt im Hafen. Vor dem Restaurant wurden nämlich die gigantischen Stahlkolosse gelagert, die zur Verankerung der Offshore-Windanlagen auf dem Meeresboden fixiert werden. Auch die Gondeln, die oben auf diese Anlagen kommen, sind bereits so groß wie ein Einfamilienhaus - das sind Dimensionen, die man sich gar nicht richtig vorstellen kann.


Wart ihr in letzter Zeit an besonderen Orten?

Beste Grüße

Maria

Wo ihr die letzte Kneipe vor New York findet:

Treffpunkt Kaiserhafen
Franziusstraße 92
(Alter Bananenpier)
27568 Bremerhaven 

Sonntag, 16. September 2012

Da türmen sie sich auf, ...

... die Cupcakes. Ich mag Cupcakes gerne und war froh, als ich dieses Wochenende wieder Gelegenheit hatte, welche zu backen. Bei uns ist gerade Kerwe, einer der sich jährlich wiederholenden kulturellen Höhepunkte des Dorfes, wo vor allem Vereine die Möglichkeit haben, durch Getränke- und Essensverkäufe etwas Geld in die Kassen zu spülen. Ich habe die Cupcakes für den Jugendstand des Roten Kreuzes gemacht. Dieses Mal waren es Schokocupcakes, die dank des Frischkäses sowohl lecker schokoladig als auch erfrischend schmeckten. Ich finde, dass bei Schokolade oft die Gefahr des death by chocolate entsteht, was ja auch nicht immer schlecht ist, aber schokoladig und erfrischend ist auch gut.


Vor ein paar Monaten hatte ich bereits diese Cupcakes mit den Geschmacksrichtungen Heidelbeere und Zitrone gebacken. Die waren auch sehr lecker. Interessant ist, dass die drei Toppings, die ich hier verwendet habe (oben Schokolade, unten Heidelbeere und Zitrone) sehr unterschiedlich waren. Wenn man ein kleines Repertoire an möglichen Toppings hat, kann man für jede Gelegenheit etwas anderes zaubern, das finde ich super. Die Cupcakes sollen schließlich auch essbar sein - die typisch amerikanischen Frostings, die aus Puderzucker und Palmfett bestehen, sind mir persönlich zu süß.


Für die Cupcakes benutze ich eigentlich immer ein Grundrezept, das ich je nach Topping anpasse. Ihr könnt einfach z.B. Abrieb von Zitronenschale und Zitronensaft hinzufügen, gefrorene oder frische Früchte (hier Heidelbeeren) oder Schokostreusel/-plättchen/-drops. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Was du brauchst (für 12 Cupcakes):

125g weiche Butter
125g Zucker
1TL Vanillezucker
3 Eier
150g Mehl
50g Speisestärke
2TL Backpulver
1P Salz
100g Sauerrahm

Wie es geht:

Butter und beide Zucker schaumig schlagen. Anschließend die Eier unterrühren. Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und Sauerrahm abwechselnd unterrühren. Ein Muffinblech oder Silikonförmchen mit Papierförmchen auslegen und den Teig verteilen. Bei 180°C 30 Minuten backen.

 Ich benutze sowohl ein Muffinblech als auch Silikonförmchen. Die Silikonförmchen sind ein bisschen zu klein für die Papierförmchen, was aber kein Problem ist. Falls ihr aber überlegt, ob ihr euch ein Blech oder Silikonförmchen zulegen wollt, würde ich euch das Blech empfehlen. Wenn die Cupcakes dann beim Backen aufgehen, kann auch nichts in den Backofen tropfen und alles bleibt auf dem Blech.

 








Auch für Toppings möchte ich euch zwei verschiedene Basisrezepte vorstellen. Eins basiert auf Butter und das andere auf Frischkäse. Die Rezepte sind auch, wie oben, beliebig und je nach Geschmack abwandelbar. Ihr könnt z.B. Beerenmus untermischen, Kakao, Espresso, Zitronenabrieb und -saft, ... was ihr wollt und das ist das Schöne!

Zunächst das Buttercreme-Topping (damit waren die Zitronencupcakes gemacht):

Was du brauchst:

100g weiche Butter
200g Puderzucker
1EL Milch
Mark einer Vanilleschote

Wie es geht:

Butter schaumig rühren. Anschließend Puderzucker sieben und zusammen mit Vanillemark unterrühren. Evtl. 1 EL Milch dazugeben, falls die Creme zu fest ist. Danach die Zutat nach Wahl unterrühren. 

Und nun das Frischkäse-Topping (damit waren die Heidelbeercupcakes gemacht):

Was du brauchst:

200g Doppelrahmfrischkäse
80g Puderzucker
50g sehr weiche Butter
1TL Zitronensaft

Wie es geht:

Alle Zutaten glatt rühren - es ist wichtig, dass die Butter wirklich weich ist, sonst vermischt sie sich nicht richtig mit dem Frischkäse!

Für beide Toppings gilt: alles in einen Spritzbeutel füllen (ihr könnt, je nach Lust, eine Stern- oder eine Rundtülle verwenden, wichtig ist nur, dass sie recht groß ist) und die Masse auf die Cupcakes spritzen. Voilà!

Ich liebe es, die Cupcakes auf meinem tollen Cupcake-Ständer anzurichten, den ich mal günstig in Dublin erworben habe. Er gibt mir das Gefühl, meine Küche wäre ein kleines Café. 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!

Maria

Donnerstag, 13. September 2012

Was gibt es Spannenderes als den ersten Schultag?

Der erste Schultag ist wirklich ein aufregendes Ereignis. Alles ist so anders als im Kindergarten: Lehrer, Unterricht, neue Schulkameraden, Hausaufgaben - und natürlich die Schultüte am ersten Schultag! Ich hatte dieses Jahr die Gelegenheit, eine Einschulungstorte zu machen und habe mich sehr auf diese Aufgabe gefreut. Herausgekommen ist dieses schöne Exemplar:


Der Lieblingskuchen des Schulkindes ist Marmorkuchen, weshalb sich im Inneren ein Marmorteig befindet. Als Deko habe ich mich zum ersten Mal an einer menschlichen Figur versucht, die mir, wie ich finde, fürs erste Mal ganz gut gelungen ist. Die Stifte und die Tafel hatte ich schon vor ein paar Wochen angefertigt, sodass sie richtig schön getrocknet und hart sind und nicht mehr so leicht kaputtgehen können. Der Rechenschieber hat mich ganz schön Nerven gekostet!











Ich wünsche allen Schulkindern und auch den Lehrern einen guten Start ins neue Schuljahr!

Maria

Mittwoch, 12. September 2012

Arabische Nächte ...

... und orientalisches Essen. Inspiriert von der aktuellen Lust auf Genuss haben wir uns in den letzten Wochen immer wieder an arabischen Gerichten versucht. Auf der Speisekarte standen bisher Auberginenpüree, Taboulé, Börek und Teigfladen mit Zatar. Die arabische Küche bietet sehr viele richtig gute vegetarische Gerichte - alle Gerichte, die ich heute vorstelle, sind vegetarisch. Trotz dieser Vielfalt an Vegetarischem im arabischen Raum gibt es natürlich auch eine große Auswahl an Lamm- und Hühnchengerichten.

V.o.n.u. Taboulé, Auberginenpüree, Teigfladen

Die meisten Gerichte, die ich hier vorstelle, essen wir zu zweit - so könnt ihr euch ungefähr ausrechnen, wieviele Zutaten ihr evtl. braucht. Los geht es mit dem Auberginenpüree. Es ist besonders lecker zu Teigfladen oder auch zu normalem Brot. Mir persönlich schmeckt es auch pur sehr gut und die Reste im Kühlschrank waren im Handumdrehen geleert.


Was du brauchst:

2 Auberginen
Saft einer halben Zitrone
2 Knoblauchzehen
50g Sesammus (Tahin)
geschälten Sesam

Wie es geht:
  
Auberginen waschen und mit einem Sparschäler schälen, anschließend halbieren und außen mehrmals ca. 1cm tief einschneiden (z.B. gitterförmig). Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 45 Minuten garen. Die Auberginen anschließend in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft pürieren. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken und zusammen mit dem Sesammus und einer Prise Salz unter das Auberginenpüree rühren. Zum Schluss ein wenig geschälten Sesam rösten und über das Püree streuen.


Taboulé ist ein Salat, der auf Bulgur und Petersilie basiert. Er ist sehr lecker als Beilage und hat unsere Mahlzeit aus Teigfladen und Auberginenpüree ideal ergänzt. Der Salat schmeckt sehr frisch und liegt auch als Abendessen nicht schwer im Magen.


Was du brauchst:

 150g Bulgur
2 Lauchzwiebeln
1/2 Salatgurke
1 Tomate
1 Bund glatte Petersilie
ein paar Blätter Minze
Zitronensaft
Olivenöl

Wie es geht:

Bulgur kochen (abspülen, mit 1EL Olivenöl in einem Topf mischen, 150ml Wasser hinzufügen, aufkochen, vom Herd nehmen, 20 Minuten quellen lassen). Gurke, Lauchzwiebeln und Tomate schneiden bzw. würfeln, Minze und Petersilie hacken. Für das Dressing Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ca. 5EL Olivenöl verrühren und alles vermischen.


 Für die Teigfladen benötigt ihr einen normalen Hefeteig: 500g Mehl, 1 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Hefegranulat, ein Schuss Olivenöl und Wasser. Bei frischer Hefe: Hefe mit einem TL Zucker und einem Schuss Wasser ca. 5 Minuten gehen lassen, dann verrühren und zum Mehl geben. Hefegranulat muss nicht angerührt werden und kann einfach mit dem Mehl vermischt werden. Olivenöl und Wasser hinzugeben, den Teig in der Küchenmaschine oder von Hand (meine favorisierte Methode) kneten, bis er schön geschmeidig ist. Anschließend abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Teig danach in Portionen teilen und zu Fladen formen. Mit Olivenöl bestreichen und mit Zatar bestreuen, dann ca. 15-20 Minuten bei 180°C backen.
Wusstet ihr übrigens, dass es ganz entscheidend ist, wie der Teig geknetet wird? Aber dazu ein anderes Mal mehr.


Das sind ja ganz schön viele Rezepte heute! Trotzdem gibt's noch eins obendrauf: Börek.



Börek gibt es meistens entweder mit Schafskäse oder mit Spinat und Schafskäse. Ich mag Letzteres am liebsten, weil es dann auch nicht so trocken ist. Börek lässt sich super kombinieren mit dem Taboulé als Beilage. Man kann es aber auch ohne alles essen, so wie wir es gemacht haben. Für uns war das Börek ein leckeres, schnelles Abendessen.

Was du brauchst:

1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
400g Spinat
(wir hatten TK-Rahmspinat, man kann auch TK-Blattspinat nehmen)
4 EL Milch
50g Butter
1 Päckchen Feta
1 Packung Filoteig (Strudelteig)

Wie es geht:

Schalotte und Knoblauchzehen schälen und hacken, dann 5 Minuten mit ein bisschen Öl dünsten. Spinat dazugeben und im Topf auftauen lassen, ab und zu umrühren. Der Spinat sollte nicht mehr in der Flüssigkeit stehen, also ein wenig verdampfen lassen, anschließend würzen (Salz, Pfeffer, Muskat). Schafskäse in Würfel schneiden oder zerbröckeln. Milch und Butter erhitzen. Eine Auflaufform einfetten. Drei bis vier Blätter Filoteig mit der "Buttermilch" (ein Euro in die Schlechte-Wortspiel-Kasse) einpinseln und auf den Boden legen. Dabei die Seiten ruhig überstehen lassen, sie werden am Ende eingeklappt. Dann abwechselnd mit Schafskäse, Spinat und einer Lage Teig füllen, bis Schafskäse und Spinat leer sind. Oben nochmal 2-3 Blätter Filoteig drauflegen, alle Ränder einklappen und mit "Buttermilch" einpinseln. Etwa 30 Minuten bei 180°C backen - lecker!

Demnächst wollen wir uns an Falafel und Baklava herantrauen und sind schon sehr gespannt, was dabei herauskommen wird. Ich bin immer beeindruckt, wenn ich Reportagen über die Baklava-Herstellung sehe. Mal schauen, ob wir es schaffen, den Teig selbst so superdünn hinzukriegen oder ob wir doch auf bereits ausgerollten Teig aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft zurückgreifen müssen ... In jedem Falle bleiben unsere arabischen Wochen spannend! Habt ihr euch schonmal an etwas Arabischem probiert?

Schöne Grüße an euch alle

Maria


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